Umbau und Instandsetzung

hochhausfassade

Bei diesem Gebäude handelt es sich um ein zwölfgeschossiges Hochhaus mit einer ehemals vorgehängten Fassade aus Travertinplatten. Bei einem Sturm zerbrach eine Fassadenplatte und Teile davon stürzten zu Boden. Eine nähere Begutachtung der restlichen Fassade offenbarte erhebliche Rissbildungen und Ausführungsmängel an vielen Natursteinplatten.
Es wurden verschiedene Sanierungsvarianten entwickelt. Eine durchgeführte Materialprüfung, sowie eine neue Fassadenplattenstatik erforderten jedoch den Totalabriss der Fassade.
Ein Wiederaufbau als Natursteinfassade war auf Grund der neuen Statik, der EnEV, sowie aus konstruktiven Gründen nicht darstellbar.

Zur Ausführung kam deshalb eine Fassadenerneuerung mit einem Wärmedämmverbundsystem.
Nach Teilabriss der Fassade traten gravierende, flächendeckende Mängel in der Betonfassade zu Tage, die eine komplette Betonsanierung erforderten. Zudem mussten viele spezielle Detaillösungen (an Brüstungen, Loggien, Vorsprüngen, etc.) entwickelt werden, um das ursprünglich fugenoffene Fassadensystem zu einem geschlossenen System zu machen.
Aus Brandschutzgründen kam ein WDVS aus Mineralwolleplatten mit mineralischem Putz und mineralischem Anstrich zur Ausführung.

Gestalterisch durfte es nicht unser Ziel sein, mit der Farbgestaltung die ursprünglich schöne und belebte Fassadenstruktur der Travertinfassade zu imitieren. Statt dessen wurde die Fassade materialgerecht farbig gestaltet, in dem sie mit ihrer zweifarbigkeit die “Topographie” und Baustruktur der Fassade hervorhebt. Die eingesetzten Farben blieben natürlich im Farbchanon der ursprünglichen Travertinfassade.
 

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